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André   Gustave   C I T R O Ë N

Überwiegend fertigte der Betrieb Zahnräder für die damals florierende Textilindustrie. Erstmals mit der
Automobil-Branche in Kontakt kam Citroën im Jahre 1907. Er kümmerte sich um die Sanierung der Mors-
Autowerke. 1908 wurde er dort zum Generaldirektor bestellt.

1913 wurde die erfolgreiche Zahnradfabrik, welche inzwischen verschiedene Patente, u.a. für Getriebe und
Schiffssteuerungen und -antriebe angemeldet hatte, umbenannt in Société Anonyme des Engrenages
Citroën.

Am 27. Mai 1914 heiratete André Citroën die genuesische Bankierstochter Giorgina Bingen.
Aus der Ehe gingen insgesamt vier Kinder hervor, zwei Söhne, Bernard Maxime und Maxime Hubert, sowie
zwei Töchter, Jacqueline und Solange.

André Citroën und Giorgina Bingen,
um 1929
Quelle: La Tragédie d'André Citroën,
Silvain Reiner, 1955
Solange, die jüngste Tochter, verstarb noch im ersten Lebensjahr.

Als 1914 der erste Weltkrieg ausbrach, wurde Citroën als Soldat
eingezogen. Schnell wurde ihm deutlich, dass die Menge der zur Verfügung
stehenden Granaten bei weitem nicht ausreichte, um auch nur ansatzweise
erfolgreich kämpfen zu können.
Er wandte sich mit seiner Idee zur Massenfertigung von Granaten an die
Militäroberen, welche ihn die Umsetzung seines Planes ermöglichten.

1915 gründete André Citroën in Paris eine Fabrik zur Herstellung von
Granaten, mit denen er fortan das französische Militär belieferte.

Noch während des Krieges befasste sich Citroën mit der Planung zur
Herstellung von Automobilen. Kontakte zu fähigen Ingenieuren und
Technikern bestanden noch aus seiner Zeit bei der Firma Mors.

1919 verließ das erste Automobil mit dem Namen CITROËN das Werk. Es
folgten rasch weitere Modelle in ansehnlichen Stückzahlen. Ausgestattet
mit neuester Fertigungstechnologie avancierte Citroën binnen kurzer Zeit
zum erfolgreichsten Autohersteller Europas.