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Antarktis-Expedition mit Admiral Byrd
Auf sich allein gestellt verbrachte Byrd den antarktischen Winter in einer Forschungsstation. Er führte Wetterbeobachtungen durch, dessen Ergebnisse er regelmäßig ins knapp 200 Kilometer entfernte Basislager in Little America per Morseverbindung übermittelte.
Nachdem sich Unregelmäßigkeiten bei der Übermittlung und Kontaktschwierigkeiten zu Byrd einstellten, machten sich die übrigen Expeditionsteilnehmer ernsthafte Sorgen um Byrd. Kurzentschlossen starteten Sie im Juli 1934 eine Rettungsaktion mit Hilfe der Citroën-Raupen. Man erreichte das Außenlager und fand einen schwer erkrankten Admiral vor. Byrd hatte sich unbemerkt eine Kohlenmonoxid-Vergiftung, verursacht durch einen Ofen, zugezogen. Es gelang der Rettungsmannschaft, Byrd vor dem sicheren Tod zu bewahren.

Nach der geglückten Rettungsaktion übermittelte die amerikanische Verbindungsstelle der Expedition am
22. August 1934 ein Telegramm an André Citroën:
„Kabel aus Little America erhalten. STOP. Ihre Raupenschlepper haben in der Geschichte der Antarktis Geschichte geschrieben. Während des antarktischen Winters bei Temperaturen -20°C und -70°C 275 Meilen zurückgelegt. Alle erdenklichen Rekorde wurden im Verlauf der winterlichen Fahrt gebrochen. STOP. Diese Leistung wurde ungeachtet der eisigen Kälte ohne Austausch von Motoren vollbracht. STOP. Allerbeste Grüße.“

Nach Byrds Rückkehr aus der Antarktis, 1935, hatte sich die Firma Citroën stark verändert. Die Michelins hatten die Firma übernommen und der Firmengründer war inzwischen verstorben. Byrd konnte seinem französischen Gönner, dessen Autochenilles zur Rettung seines Lebens beigetragen -und damit den Erfolg der Expedition erst gesichert hatten- nicht mehr persönlich danken.
In Byrds Buch "Discovery" werden die Citroën-Raupenfahrzeuge äußerst lobend erwähnt - im Gegensatz zu den ebenfalls beteiligten beiden Ford Fahrzeugen und der Cletrac-Raupe von Cleveland.