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Croisière Jaune - Expédition Citroën Centre-Asie - Die Gelbe Kreuzfahrt
P21 Kamerawagen
Für die Fernfahrt galt es unzählige Probleme zu lösen - politischer, logistischer und technischer Art.

Schon im Vorfeld der Vorbereitungen wäre die Expedition beinahe gescheitert. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise, welche auch am Citroën-Konzern nicht spurlos vorbei zog, zettelten einige Ingenieure eine Intrige gegen Citroën und Haardt an, um die Vergeudung weiteren Geldes in dieses Prestige-Projekt zu stoppen.
Die Bank Lazard übernahm das Ruder in der Firma. André Citroën hatte in seiner eigenen Firma keine Macht mehr und George-Marie Haardt wurde aufgefordert, die Arbeiten an dem Projekt mit sofortiger Wirkung einzustellen.
Haardt und auch alle anderen Personen, die in die Vorbereitungen involviert waren, dachten jedoch nicht im geringsten daran, dieses großartige Projekt aufzugeben. Im Verborgenen wurde weiter gearbeitet und weiter entwickelt. Als dann Mitte 1930 der Umschwung kam und André Citroën sich der Vertreter der Lazard-Bank entledigen konnte, bedurfte es nur wenige Argumente Haardt´s, André Citroën zur Wiederaufnahme des Projektes zu überreden.

Die Expedition stand jedoch unter keinem guten Stern.
In Afghanistan herrschten zu diesem Zeitpunkt Unruhen, die Provinz Sin Kiang war abtrünnig geworden und die Chinesen verweigerten der Expedition die Durchfahrt durch ihr Staatsgebiet. Praktisch die gesamte Reise war überschattet von Kriegen und rebellierenden Volksgruppen.

Unterwegs stellten sich den Expeditionsteilnehmern fast unüberwindliche Hindernisse in den Weg. Es galt die Wüste Gobi zu durchqueren. Hier konnte man noch auf Erfahrungen der früheren Fahrten zurückgreifen. Weitaus schwieriger war die Überquerung des Himalaya-Gebirges.