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André Citroën war immer an neuen Erfindungen und technischen Lösungen interessiert, insbesondere dann, wenn er diese in die Produktion seiner Automobile einfließen lassen konnte.

1920 lernte er Adolphe Kégresse (1879-1943) kennen, den genialen Erfinder des Raupenantriebes. Kégresse hatte sich die Raupenbänder aus Hartgummiglieder bereits 1913 in Frankreich patentieren lassen. Kégresse, der als Mechaniker in der Autowerkstatt des russischen Zaren Nikolaus II. beschäftigt war, wurde zu Beginn des ersten Weltkrieges zum Pionieroffizier des Zaren berufen. Während des ersten Weltkrieges wurden mit Hilfe Kégresses zahlreiche Fahrzeuge mit Raupenantrieb produziert. Hierdurch waren diese äußerst geländegängig, denn es hatte sich schnell herausgestellt, das radgetriebene Fahrzeuge auf Schnee und auf morastigem Untergrund schnell an ihre Grenzen stießen.

Nach dem Krieg und dem Zusammenbruch des Zarenreiches flüchtete Kégresse vor den Wirren der russischen Revolution nach Frankreich - mittellos und verarmt. Einzig das Patent für den Raupenantrieb war Adolphe Kégresse geblieben.
Durchquerung der Sahara mit dem Automobil - La Traversée du Sahara
Nachdem André Citroën sich das Raupenketten-Prinzip von Adolphe Kégresse hatte präsentieren lassen, gab er den Auftrag, einige Citroën-Fahrzeuge entsprechend den Vorgaben Kégresses auszurüsten. Schon wenige Wochen später waren drei Citroën-Fahrzeuge vom Typ 10HP B2 mit  Raupen-antrieb fertiggestellt. André Citroën wohnte den ersten Demonstrationsfahrten in der Nähe von Saint-Denis persönlich bei und war sofort von diesem Antrieb überzeugt.
Citroen Raupe Sahara-Durchquerung