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1955: Vorstellung der Citroën DS auf dem Pariser Automobilsalon
Am 6. Oktober 1955 wird der Autowelt die Revolution auf Rädern präsentiert. Die DS.

So einen Wagen hat es vorher nicht einmal ansatzweise gegeben. Die revolutionäre und aerodynamische Form erinnert eher an ein Ufo als an ein Auto. Die DS verkörpert Fortschritt und Moderne wie kein zweiter Wagen. Neuartige Fertigungstechniken ermöglichen erstmals diese gewagten Formen im Automobilbau. Unter dem eleganten Blechkleid arbeitet eine neuartige Federung, welche dem Hydraulikspezialisten Paul Magés zu verdanken ist - die Hydropneumatik. Stickstoffgefüllte Kugeln, welche mittels ölgefüllter Hydraulikleitungen miteinander verbunden sind, sorgen für ein schwebendes Fahrgefühl. Die Hydropneumatik kann aber noch viel mehr. Bremsen, Lenkung und auch die Schaltung beziehen ihre Servounterstützung aus dem Hochdrucksystem.
Im Inneren präsentiert sich das Fahrzeug groß und geräumig. Das Armaturenbrett ist äußerst ästhetisch und eine fertigungs-technische Meisterleistung. Lediglich der Motor ist nicht ganz auf der Höhe der Zeit - es wird das altbewährte Triebwerk aus dem Traction Avant verwendet, welches noch auf einer Vorkriegskonstruktion basiert.
Aber was macht das schon bei diesen Formen?

Die Menschen strömen am Eröffnungstag des Pariser Salons in Scharen zum Ausstellungsstand von Citroën.
Begeisterte Franzosen umringen das Auto, um auch nur einen kleinen Blick zu erhaschen.
Die DS (französisch ausgesprochen "déesse", zu deutsch Göttin) ist die Sensation des Autosalons. Sie stellt alle anderen Autos in den Schatten. Alexander Spoerl, ein Motorjournalist, bringt es auf den Punkt: "Dieses Auto ist nicht von morgen. Es ist das Auto von heute. Alle anderen sind von gestern."